Daten in Werte verwandeln - Success Story TRUMPF

Wie TRUMPF mit einer Datenintegrations-Plattform den Weg zum Maschinenbauer 4.0 geebnet hat

Seit fast 100 Jahren steht der Name TRUMPF für hochqualitative Werkzeuge und Maschinen sowie für innovative Systemlösungen, die Industrieunternehmen aus nahezu allen Branchen weiterbringen. Ganz gleich, ob Automotive, Bau, Medizin, Wissenschaft, Energietechnik oder Luft- und Raumfahrt – TRUMPF entwickelt passende Lösungen und Maschinen für leistungsstarke Fertigungslinien. Vor allem im Bereich Lasertechnik ist das in über 70 Ländern agierende Unternehmen weltweit führend.

Als Innovationstreiber hat TRUMPF in den vergangenen Jahren auch den Weg zur digitalen Transformation geebnet – um interne Prozesse zu optimieren, aber auch, um neue, datenbasierte und kundenzentrierte Geschäftsmodelle zu etablieren. Ein zentraler Baustein für den erfolgreichen Wandel vom reinen Maschinenbauer hin zum Hochtechnologieunternehmen und Anbieter digitaler Industrie-Lösungen ist die cloudbasierte, skalierbare und hochperformative Datenintegrations-Plattform – die DIP. 

Im Jahr 2018 startete das Projekt zu deren Entwicklung. Das ambitionierte Ziel: Interne und externe Daten aus verschiedensten Business-Anwendungen wie beispielsweise Produktions-, Liefer-, Vertriebs- und Maschinendaten zentral zu bündeln, um so durch digitale Services Mehrwerte für die Kunden zu schaffen und um interne Prozesse effizienter, stabiler und schneller zu steuern. 

Der richtige Schritt in Richtung Zukunft

Wir von MHP begleiten TRUMPF seit 2019 bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Plattform mit technologischer Expertise, indem wir beim Design auf Basis neuer Anforderungen sowie der Stabilisierung des Systems unterstützen. Darüber hinaus bringen wir methodisch Struktur in das Projekt – speziell mit Enterprise Architecture Management sowie agiler SCRUM-Methodik. Und auch fachlich treiben wir das Projekt entscheidend mit voran – mit unseren Architekt*innen, Data Scientists und Use Case Ownern sowie Technologie-Scouts für neue Lösungen.

Für TRUMPF ist die DIP ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft: Vor deren Launch existierte keine zentrale Datenplattform, die interne und externe Daten verbinden und neue smarte Geschäftsmodelle ermöglichen konnte. Hinzu kommt, dass die immer anspruchsvolleren Anforderungen an Datenschutz, IT Security, Performance und Latenz durch neue Lösungen adressiert werden müssen.

Die Herausforderungen des Projekts

TRUMPF ist frühzeitig in Vorleistung gegangen und hat mit der Investition in die DIP eine Wette auf die Zukunft abgeschlossen – und aus einer heterogenen Systemlandschaft mit einzelnen On-Premise-Lösungen eine hochmoderne Datenintegrations-Plattform aufgesetzt, die nach einem Re-Design komplett in der Microsoft Azure-Cloud mit cloud-nativen Diensten läuft. Dabei galt es, verschiedene Herausforderungen zu meistern: Zum einen waren die Anforderungen an die neue Plattform sehr heterogen, zum anderen mussten während der Entstehungsphase bereits Zwischenlösungen für wichtige Geschäftsprozesse an den Start gebracht werden. Ein Game Changer war rückblickend das Festlegen der DIP als die zentrale Lösung im Kontext Data Management in der Referenzarchitektur sowie die Gewissheit, dass sie von den Fachabteilungen genutzt wird. Damit war der Weg frei für die nächsten Schritte, zu denen auch das agile Umsetzen innovativer Use Cases aus Business- und IIoT-Anwendungen gehörten.

© Iwan Artemjew

Thomas Speck, CIO TRUMPF

„Wir haben bei TRUMPF früh erkannt, dass wir in eine Big Data Plattform wie die DIP investieren müssen, um für unsere Mitarbeiter und Kunden digitale Mehrwertservices mit Hilfe von Daten zu bieten. Die DIP ist ein zentraler Baustein in der TRUMF Digitalarchitektur und elementar für unser Ziel, ein Anbieter für digitale Gesamtlösungen zu werden.“

Das zentrale Datendrehkreuz

Inzwischen ist die DIP bei TRUMPF eine etablierte Plattform, die das Entwickeln von kundenorientierten digitalen Use Cases ermöglicht und intern für deutlich mehr Data Governance, Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Einheitlichkeit sorgt. Zugleich konnten durch die neue Plattform die Betriebskosten signifikant reduziert sowie die Performance um 100 Prozent gesteigert werden. Alle Daten laufen nun zentral zusammen und erhöhen damit das Tempo und die Qualität der wichtigsten Geschäftsprozesse.

Die Datenintegrations-Plattform schafft darüber hinaus eine starke Basis für weitere modernste Services wie Data Science, Machine Learning, Smart Factory, Closed Loop Manufacturing oder Predictive Maintenance. Künftig soll die DIP mehr und mehr zu einem Datenmarktplatz avancieren, auf dem proaktiv Geschäfts- und Maschinendaten bereitgestellt werden. Damit können mithilfe einer einheitlichen Datenbasis nicht nur neue Business-Modelle und Mehrwerte wie zum Beispiel Pay-per-Part aufgebaut werden – einer Alternative zum traditionellen Maschinenkauf. Sie erhöht genauso die Kundenbindung und Umsätze entlang der gesamten Maschinen-Nutzungszeit.

Wir freuen uns, dass wir TRUMPF End-to-End bei diesem wegweisenden Projekt begleiten konnten – mit unserem breiten Technologie- und Architektur-Know-how sowie unserer fachlichen und methodischen Kompetenz. Ganz im Sinne unseres Purpose: Enabling You To Shape A Better Tomorrow.

CIO Thomas Speck resümiert:

„Unser Partner MHP hat mit Expertise und motivierten Beratern entscheidend zu einer erfolgreichen Projektdurchführung beigetragen. Insbesondere die Möglichkeiten schnell in verschiedenen Bereichen mit Beratern zu skalieren, war ein wesentlicher Faktor für den Projekterfolg.“