Success Story – REHAU SAP S/4 Implementierung

Mehr End-to-End, mehr Zukunft

Seit 60 Jahren gehört REHAU zu den Premium-Zulieferern der internationalen Autoindustrie. Die innovativen und langlebigen Polymer-Werkstoffe made by REHAU sind millionenfach auf unseren Straßen unterwegs – etwa in Form von Heckspoilern, Stoßfängern und Luftführungssystemen.

Als Entwicklungspartner und Systemlieferant muss die 7.000 Mitarbeiter starke Division Automotive von REHAU jeden Tag hochkomplexe Prozesse managen – und zwar just in time.

Entsprechend wichtig sind zuverlässige IT-Systeme, die sowohl reibungslose Fertigungs- und Logistikabläufe als auch die flexible Entwicklung neuer Lösungen ermöglichen. Doch wie bei vielen gewachsenen Unternehmen hat sich auch bei REHAU Automotive über Jahre eine sehr heterogene IT-Infrastruktur mit einer Vielzahl an Legacy-Systemen herausgebildet. Im Tagesgeschäft führte dies immer wieder zu ineffizienten Prozessen. Und es erschwerte den Anschluss an eine zunehmend digitale und schneller werdende Zukunft.

REHAU hat mit der Einführung von SAP S/4 den Weg zur Digitalen Unternehmensplattform geebnet

Ein klares Ziel, viele Herausforderungen.

REHAU Automotive suchte daher nach einer zentralen, zukunftsfähigen Plattform – einer Lösung, die gleichermaßen End-to-End-Prozesse über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg erlaubt und die den steigenden Anforderungen der Industriekunden in leicht skalierbarer Weise gerecht wird. Mittlerweile setzt REHAU auf SAP S/4. Gemeinsam mit MHP als Technologie- und Projektmanagement-Partner entstand in nur zweieinhalb Jahren eine neue State-of-the-Art-Systemlandschaft. Die Full-Scope-Kompetenz im SAP-S/4-Bereich – speziell im Automotive-Umfeld – war ausschlaggebend dafür, dass MHP das Projekt in einer bereits laufenden Blueprint-Phase übernahm. Die Umsetzung erfolgte im Template-Ansatz. So wurde zuerst für das ungarische REHAU-Werk ein individuelles S/4-Template entwickelt. Dies bildete die Basis für jede weitere Skalierung sowie das Übertragen des Templates auf die deutsche REHAU-Gesellschaft.

Die größte Herausforderung dabei: Alle Stammdaten mussten aus vielen heterogenen Quellen zusammengeführt werden – dies machte die Transformation und Anreicherung der Daten sehr aufwändig. Hinzu kam, dass REHAU parallel weitere Projekte vorantrieb, um die Product-Lifecycle- und Manufacturing-Execution-Systeme zu modernisieren. Die Projekte mussten bei der Entwicklung und Integration von SAP S/4 selbstverständlich mit berücksichtigt werden.
 

Dr. Wolfgang Springer, CIO REHAU Automotive

  • „Mit der erfolgreichen S/4 Systemeinführung konnten wir unsere Prozesse standardisieren und durch die rolloutfähige Gesamtarchitektur eine einheitliche digitale Plattform schaffen, um eine schnelle und digitale Skalierbarkeit für REHAU Automotive sicher zu stellen.“

SAP-Premiere bei REHAU in Schwarzenbach.

Als deutscher Pilot-Standort für das neue SAP S/4-Set-up wurde das REHAU-Werk im bayerischen Schwarzenbach am Wald gewählt. Dort fand pünktlich zum Beginn des neuen Jahrzehnts der erfolgreiche Go-Live statt. Die neue Plattform harmonisiert heute die Geschäftsprozesse aller wesentlichen Bereiche der Automotive-Sparte von REHAU – einschließlich aller finanzbuchhalterischen Abläufe der deutschen Standorte.

Sie schafft zugleich wichtige Standards für die Industrie 4.0 und ist in kurzer Zeit an das immer dynamischer werdende Automotive-Umfeld skalierbar. Dank eines einheitlichen Stammdatenmodells sowie einer flexiblen Architektur zur Anbindung der bestehenden Legacy-Systeme und lokalen Anwendungen konnten zudem Systembrüche und Schnittstellen signifikant reduziert werden. Mit dem SAP S/4-System sichert sich REHAU also nicht nur effizientere und fehlerfreiere Prozesse. Nach dem erfolgreichen Projektabschluss ist der Weg geebnet für zahlreiche weitere Digitalisierungspotenziale. REHAU ist mit SAP S/4 bereit für den Digital Turn und beweist hinter den Kulissen einmal mehr die hohe Innovationskraft made in Germany.