Studie zum Internet im Autohandel

07.08.2013

48 Prozent würden Neuwagen online kaufen

Fast die Hälfte (48 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen kann sich vorstellen, einen Neuwagen künftig über das Internet zu kaufen. Das ist ein Ergebnis eines Forschungsprojekts, das MHP gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) abgeschlossen hat. Ziel war es, fundierte Hinweise auf die künftige Bedeutung des Internets im Autohandel zu erhalten. Dazu befragte eine Studentengruppe der HfWU unter Leitung von Prof. Dr. Wolfram Sopha und Maximilian Beutel über 300 Personen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren mittels Online-Fragebogen. „Menschen aus dieser Altersgruppe sind die Neuwagenkäufer von morgen. Deshalb eignen sie sich deren Angaben besonders gut, um Prognosen über das künftige Kaufverhalten abzugeben“, so Maximilian Beutel.

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Während Social-Media-Angebote bislang kaum eine Rolle spielen, wird das Internet als Vertriebskanal immer wichtiger. Bereits heute informieren sich mehr als 90 Prozent der Befragten vor dem Kauf eines Neuwagens im Internet. Gleichzeitig ist für die große Mehrheit eine persönliche Beratung nach wie vor äußerst wichtig. Im Gegensatz zu anderen Untersuchungen stellt die HfWU-Studie klare Signale für eine Bedeutungszuwachs des Internets als Vertriebskanal fest: So können sich nicht nur 48 Prozent sofort vorstellen, einen Neuwagen online zu kaufen. Unter bestimmten Voraussetzungen – etwa der Möglichkeit, vor dem Kauf eine Probefahrt durchzuführen –, sind sogar nahezu drei Viertel (72% Prozent) der Befragten zu einem Kauf via Internet bereit. Von Interesse sind dabei vor allem die kleinen und mittleren Fahrzeugklassen. Der Einfluss von Social-Media-Angeboten fällt dagegen momentan noch eher gering aus. Zwar nutzen 85 Prozent die verschiedenen Plattformen intensiv. Nur 7 Prozent gaben indes an, regelmäßig die Beiträge von Herstellern und Händlern auf Facebook und Co. zu verfolgen.

Peter Caracciolo, Associated Partner bei MHP und verantwortlich für Automotive Retail, erkennt im internetbasierten Neuwagenkauf ein bislang ungeahntes Potenzial für die gesamte Automobilbranche. „Allerdings ist es für die Hersteller und die Händler unerlässlich, Vertriebswege, Prozesse und Plattformen gemeinsam zu gestalten. Nur so lassen sich die vorhandenen Möglichkeiten nutzen, bevor neue Marktteilnehmer das Feld besetzen. Die Zukunft des kundenorientierten Automobilhandels liegt im integrierten Mehrkanalvertrieb. Dieser besteht aus einem nutzenstiftenden Mix aus physischen und digitalen Kundenservices – von sämtlichen Phasen der Kaufabwicklung über die Betreuung bis zum Wiederkauf.“

Prof. Dr. Wolfram Sopha ergänzt diese Einschätzung: „Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass das Internet als Informations- und potentieller Einkaufskanal noch wesentlich stärker in den Fokus der gesamten Geschäftsprozessgestaltung rücken muss. Es gibt bereits Ideen und auch Konzepte etablierter Marken – BMW und Daimler haben das jüngst gezeigt. Diese Ansätze gehen aber noch lange nicht weit genug.“

So gelte es, noch zahlreiche organisatorische und konzeptionelle Fragen zu beantworten: Welche Dienstleistungen im Internet steigern die Kundenzufriedenheit nachhaltig? Wie kann eine Anbindung an die Systemwelt der beteiligten Akteure zu einem vereinfachten Einkaufprozess führen? Transparente Abwicklungsprozesse zu schaffen und Vertrauen zwischen allen Akteuren aufzubauen, sind dabei elementare Bausteine.

Wir sind mit dem Verlauf und den Ergebnissen sehr zufrieden. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen MHP und der HfWU, im Umfeld der Innovationen im Automobilvertrieb, ist fest geplant.

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