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Kritische Infrastrukturen unter Druck: Live-Demonstration moderner Drohnenerkennung und -abwehr
- Live-Demonstration einer Drohnenerkennung unter Realbedingungen zeigte, wie Drohnen erkannt, identifiziert und bewertet werden
- Aus Daten wird Lagebewusstsein: Wie KI und Sensorfusion Sicherheitsverantwortliche in der Lagebilderstellung unterstützen
- Sicherheit neu denken: Warum Betreiber kritischer Infrastruktur Cyber- und Physical Security verbinden müssen
Ludwigsburg/Stuttgart – Kritische Infrastruktur muss heute gegen mehr als Cyberangriffe geschützt werden. Sabotage, Spionage und unbemannte Fluggeräte erweitern das Bedrohungsspektrum um eine physische Dimension. Gleichzeitig werden Sicherheits- und Überwachungssysteme zunehmend digital vernetzt und damit selbst Teil der Cyber-Security-Architektur.
Im Rahmen einer Präsentation flogen Drohnen kontrolliert in einen definierten Luftraum ein und simulierten das Eindringen nicht autorisierter Flugobjekte. Eingeladene Gäste erhielten die Möglichkeit, die einzelnen Schritte der Detektion und Bewertung in Echtzeit nachzuvollziehen.
„Kritische Infrastrukturen benötigen heute ein ganzheitliches Sicherheitsverständnis. Neben Cyber Security und klassischem Objektschutz gewinnt die frühzeitige Erkennung potenzieller Bedrohungen aus der Luft zunehmend an Bedeutung“, sagt Henning Schulze, Partner, Mitglied des Management-Boards und Leiter des externen Marktes bei der MHP Management- und IT-Beratung GmbH.
KRITIS-Schutz wird zur ganzheitlichen Sicherheitsaufgabe
Herzstück der Demonstration war ein KI-gestütztes Command-and-Control-System (C2), das Sensorinformationen aus Radar-, RF- und EO/IR-Systemen zu einem integrierten Lagebild zusammenführt. Das Radar übernimmt die physische Detektion von Flugobjekten, RF-Sensoren analysieren Funksignaturen und Kommunikationsverbindungen, während optische, Wärmebild- und Nachtsichtsysteme die visuelle Identifizierung unterstützen.
Mithilfe moderner Sensorfusion werden die unterschiedlichen Datenquellen konsolidiert und durch KI-gestützte Algorithmen in Echtzeit ausgewertet. Das System erkennt potenzielle Drohnen, klassifiziert deren Verhalten, priorisiert Bedrohungen und unterstützt Sicherheitsverantwortliche bei einer schnellen Lagebeurteilung. Der modulare Aufbau ermöglicht die flexible Anpassung der Sensorik an unterschiedliche Einsatzszenarien und Schutzbedarfe.
„Kritische Infrastruktur muss heute gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Bedrohungen resilient sein. Technologien wie KI-gestützte Drohnenerkennung sind dabei ein wichtiger Baustein – ihre Stärke entfalten sie aber erst als Teil einer integrierten Sicherheitsarchitektur“, erläutert Ulrike Dreyer, Head of Defense and KRITIS Solutions, Intelligent Energy System Services GmbH.
Darüber hinaus wurde demonstriert, wie moderne Systeme zwischen gewöhnlichen Flugobjekten und potenziellen Bedrohungen unterscheiden können. Neben Flugverhalten und Flugroute fließen dabei weitere Faktoren in die Bewertung ein. Das Ziel: Fehlalarme reduzieren und gleichzeitig eine schnelle Reaktion auf etwaige Gefahren ermöglichen. Die technologische Grundlage der Demonstration bildet die KI-gestützte Drohnenerkennung von Walaris. Das Unternehmen gehört zu den führenden Spezialisten für automatisierte Erkennung, Klassifizierung und Analyse von Drohnen und zeigt vor Ort, wie moderne Sensorik und Künstliche Intelligenz zusammenspielen, um potenzielle Gefahren aus dem Luftraum möglichst frühzeitig zu identifizieren.
Physical Security wird Teil der Cyber-Security-Architektur
MHP begleitete die Demonstration als Systemintegrator und Cyber-Security-Experte. Denn moderne Drohnenerkennung endet nicht bei Radar oder Kameras. Betreiber kritischer Infrastrukturen benötigen Lösungen, die bestehende Sicherheits-, Leitstands- und Überwachungssysteme miteinander verbinden und gleichzeitig den hohen Anforderungen an die Cyber-Sicherheit genügen. MHP unterstützt Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen dabei, unterschiedliche Sensor- und Sicherheitstechnologien in eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur zu integrieren und gegen Manipulationen sowie Cyberangriffe abzusichern.
Die Veranstaltung verdeutlichte damit eine Entwicklung, die Experten seit Jahren beobachten: Während klassische Sicherheitsmaßnahmen vor allem auf den Schutz am Boden ausgerichtet sind, gewinnen Bedrohungen aus der Luft zunehmend an Bedeutung. Moderne Drohnenerkennung entwickelt sich deshalb zu einem festen Bestandteil ganzheitlicher Sicherheitskonzepte für kritische Infrastrukturen und sensible Bereiche.
Einblick in die Demonstration
Vor Ort erhielten Journalistinnen und Journalisten Einblick in das Lagebild- und Bedienkonzept der Lösung. Auf Monitoren wurde unter anderem die Radarerfassung, die optische Identifikation, die KI-gestützte Klassifizierung sowie die Zusammenführung der Sensordaten in einem gemeinsamen Lagebild dargestellt.
Die Demonstration fand auf einem definierten Außengelände des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude statt. Der simulierte Flug der Drohnen ermöglichte es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Erkennung, Identifikation und Bewertung eines Flugobjekts in einem realitätsnahen Szenario nachzuvollziehen.
Über Intelligent Energy System Services GmbH (IE2S)
Die Intelligent Energy System Services GmbH (IE2S) ist ein Joint Venture von MHP – A Porsche Company und TransnetBW GmbH. Das Unternehmen verbindet die Technologie- und Digitalisierungsexpertise von MHP mit der energiewirtschaftlichen und netztechnischen Kompetenz von TransnetBW. Gemeinsam entwickelt IE2S Lösungen für eine sichere, resiliente und digital vernetzte Energieinfrastruktur – insbesondere an der Schnittstelle von Energie, Digitalisierung und kritischer Infrastruktur.

Kritische Infrastruktur muss heute gegen mehr als Cyberangriffe geschützt werden. Sabotage, Spionage und unbemannte Fluggeräte erweitern das Bedrohungsspektrum um eine physische Dimension. (Foto: MHP)

Kritische Infrastrukturen benötigen heute ein ganzheitliches Sicherheitsverständnis. (Foto: MHP)
Im Rahmen einer Präsentation flogen Drohnen kontrolliert in einen definierten Luftraum ein und simulierten das Eindringen nicht autorisierter Flugobjekte. Eingeladene Gäste erhielten die Möglichkeit, die einzelnen Schritte der Detektion und Bewertung in Echtzeit nachzuvollziehen. (Foto: MHP)
Eine Live-Demonstration einer Drohnenerkennung unter Realbedingungen zeigte, wie Drohnen erkannt, identifiziert und bewertet werden. (Foto: MHP)

Henning Schulze, Partner, Mitglied des Management-Boards und Leiter des externen Marktes bei der MHP Management- und IT-Beratung GmbH (Foto: MHP)

Ulrike Dreyer, Head of Defense and KRITIS Solutions, Intelligent Energy System Services GmbH (Foto: Intelligent Energy System Services GmbH)
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