Sustainability Roadmap – Ein Fahrplan zu messbarer Nachhaltigkeit

Note:This blogpost is also available in English

Die Dekade, in der die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen umgesetzt werden sollten, ist angebrochen. Bis zum Jahr 2030 müssen wir gemeinsam unsere Welt nachhaltig transformieren, wenn wir unter anderem steigende Meeresspiegel, extreme Wetterlagen und negative Kettenreaktionen innerhalb der Ökosysteme verhindern wollen. Etliche Studien prognostizieren solche und ähnliche Szenarien, wenn wir das im Pariser Klimaabkommen formulierte 1,5-Grad-Ziel zur Beschränkung der globalen Erderwärmung verfehlen. Die ökonomischen Kosten, die aufgewendet werden müssen, um das Ziel zu erreichen, sind nur schwer quantifizierbar. Sie werden aber, darin sind sich die allermeisten Wissenschaftler*innen einig, durch die ökologischen und sozialen Kosten um ein Vielfaches übertroffen. Die Politik hat schon längst reagiert und greift mittels regulatorischer Maßnahmen, welche Unternehmen aller Branchen betreffen werden, immer stärker ein.

Es ist also höchste Zeit, dass Unternehmen sich als Teil des Ganzen verstehen, Verantwortung übernehmen und individuelle Strategien, Prozesse und Handlungen auf eine nachhaltige Zukunft ausrichten. Von der Überzeugung zum Handeln zu kommen, ist allerdings nicht so einfach. Deshalb schlagen wir ein Vorgehen in fünf Schritten vor: Orientierung, Einblicke, Ziele im Fokus, Fortschritt prüfen und kontinuierlich Weiterentwickeln. Wie Sie auf dieser Basis Ihre individuelle Sustainability Roadmap erstellen und was diese überhaupt beinhalten kann, haben wir für Sie zusammengestellt.

Schrittweise zur Sustainability Roadmap

Ausgehend von der Fragestellung „Wie gestalte ich mein Unternehmen nachhaltiger?“ möchten wir Ihnen mit unserem Ansatz zunächst helfen, zu verstehen, wo in Ihrem Unternehmen Potenziale liegen. Auf Basis der Erkenntnisse erstellen wir gemeinsam ein Zielbild mit eindeutigen Messgrößen, und leiten Maßnahmen ab, die dazu geeignet sind, das formulierte Zielbild zu erreichen. Die Maßnahmen bewerten wir anschließend hinsichtlich Machbarkeit und Wirkung, verknüpfen sie mit bestehenden Initiativen und validieren sie iterativ. Zum Schluss clustern und priorisieren wir die Maßnahmen unter Berücksichtigung Ihrer Rahmenbedingungen und gestalten daraus Ihre individuelle Sustainability Roadmap.

Am Ziel dieser Roadmap sehen wir einzelne Unternehmen als Teil einer digitalisierten und nachhaltigen Ökonomie, die den Menschen in den Fokus rückt. Eine Ökonomie, die über die Produktion von Waren und die Bereitstellung von Dienstleistungen hinausgeht und von der alle profitieren: Jede und jeder einzelne, das eigene und andere Unternehmen und somit in Summe die Gesellschaft und der Planet. Die Europäische Kommission spricht in ihrem Report vom 7. Januar 2021 von der Industrie 5.0!

Wie die Entwicklung einer Sustainability Roadmap aussehen kann, möchten wir anhand eines Beispiels zeigen. In diesem Fall schauen wir uns die Dimensionen Steuerung & Transparenz, Technologie & Prozesse und Soziale Verantwortung an.

Steuerung & Transparenz

In der Dimension Steuerung & Transparenz liegt der Fokus darauf, Unternehmen hinsichtlich ihrer Kultur und Strategie zu verstehen und Ansatzpunkte für eine ganzheitlich nachhaltige Ausrichtung einer Organisation zu identifizieren. Dabei orientieren wir uns sowohl an den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen als auch am Ansatz Triple Bottom Line, der ein Gleichgewicht zwischen ökonomischer, ökologischer und sozialer Leistung anstrebt. Studien belegen mittlerweile klar, dass sich eine nachhaltige Ausrichtung von Unternehmen positiv auf deren wirtschaftlichen Erfolg auswirkt. Auch die jüngsten Tendenzen am Investmentmarkt sind eindeutig.

Dazu muss Nachhaltigkeit in der Führungsebene und der gesamten Organisation verankert werden, quer durch die Managementfunktionen gewollt sein und aktiv gestaltet und gesteuert werden. Eine systematische Performancemessung von Sustainability-KPI ist dabei Grundvoraussetzung; neue Steuerungsgrößen in jeder Phase des Produktlebenszyklus wie der Reused Material Index oder der CO2-Footprint werden erforderlich. Tatsächlich existiert eine ganze Reihe von solchen Indikatoren, die neben den Sustainable Development Goals selbst in unterschiedlichen Protokollen und Standards enthalten sind. Relevant sind beispielsweise die Global Reporting Initiative (GRI) oder das Sustainability Accounting Standards Board (SASB).

Technologie & Prozesse

Enabler für eine nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Ausrichtung von Unternehmen sind ganz im Sinne der Industrie 5.0 digitale Technologien und ressourceneffiziente Prozesse, die wir mit der zweiten Dimension in den Blick nehmen. Mit unserer Digitalisierungs- und Technologieexpertise analysieren wir Prozesse und identifizieren Potenziale einer nachhaltigen Transformation. Nachhaltiges Energiemanagement, die vollständige Transparenz und Messbarkeit hinsichtlich ökologischer und sozialer Kriterien von Lieferketten sowie Ansätze der Circular Economy sind nur einige Ergebnisse, die individuell Unternehmen bewertet werden.

Soziale Verantwortung

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer Industrie 5.0 ist die zentrale Rolle des Menschen, denn Technologien und Prozesse allein können keine nachhaltige Transformation gestalten. Die soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeiter*innen, Kund*innen sowie der weiteren (sozialen) Umwelt fokussieren wir in der Dimension Soziale Verantwortung.

Zusammenfassend gesagt: Unser Vorgehen für eine Sustainability Roadmap hilft dabei, Nachhaltigkeit und auch „nachhaltigen“ Unternehmenserfolg durch eine ganzheitliche und ebenso fokussierte Transformation zu erreichen. Für Unternehmen ist es elementar, die richtigen und relevanten Sustainability-KPI zu identifizieren, sie in die individuellen Zielsystematiken zu integrieren und über ihre Sustainability Roadmap in allen Dimensionen umzusetzen.

Infos zum Blogpost

Veröffentlicht am: 03.03.2021
Autoren*innen: Nikolas Bradford, Simon-Alexander Appel, Sina Schmidt, Julius Wiebe

Mehr zu Nikolas Bradford


Nikolas Bradford
Associated Partner, Customer Products & Services

Ein “Better Tomorrow” geht nicht ohne…:

  • Ganzheitliches Denken
  • Eine klare Roadmap
  • Mut zu Neuem

Mein Herz schlägt schneller für…:
… Purpose-driven Transformation

Vernetzen bei:
LinkedIn

Mehr zu Simon-Alexander Appel


Simon-Alexander Appel
Consultant, Customer Products & Services

Ein “Better Tomorrow” geht nicht ohne…:

  • Den Blick auf das große Ganze
  • Den Mut für systematische Veränderungen
  • Nachhaltige Bottom-up-Innovationen

Mein Herz schlägt schneller für…:
… Realen Impact schaffen

Vernetzen bei:
LinkedIn

Mehr zu Sina Schmidt


Sina Schmidt
Consultant, Customer Products & Services

Ein “Better Tomorrow” geht nicht ohne…:

  • Den Blick auf den Menschen und seine Umwelt
  • Ein starkes Team mit gemeinsamem Ziel
  • Nachhaltige und digitale Innovation

Mein Herz schlägt schneller für…:
… Purpose-driven Innovation

Vernetzen bei:
LinkedIn

Mehr zu Julius Wiebe


Julius Wiebe
Consultant, Customer Products & Services

Ein “Better Tomorrow” geht nicht ohne…:

  • Mut zu großen Veränderungen
  • Einen Ego-to-Eco-Wandel
  • (Bio-)Diversität

Mein Herz schlägt schneller für…:
… Eine „Green Economy“

Vernetzen bei:
LinkedIn

In sozialen Netzwerken teilen


zurück zu allen Blogposts