Nachhaltigkeit als Voraussetzung für künftigen Unternehmenserfolg

Weltweite „Fridays for Future“-Demonstrationen, der Green Deal der EU, der Slogan „Sustainability“ des Word Economic Forums in Davos und viele andere Initiativen deuteten Anfang 2020 klar daraufhin, dass Nachhaltigkeit zum zentralen Thema geworden war. Dann kam COVID-19 und damit verbunden die Frage, ob sich die Priorität wieder zum Nachteil der Nachhaltigkeit verschiebt. Mittlerweile ist klar, dass dies nicht der Fall sein wird. Dies liegt vor allem darin begründet, dass die Erkenntnis gereift ist, dass Nachhaltigkeit kein Hindernis für eine erfolgreiche zukünftige Unternehmensentwicklung ist, sondern Voraussetzung.

Diese Einsicht zeigt sich derzeit an vielen Stellen. So hat BlackRock als weltgrößter Vermögensverwalter seine Drohung wahrgemacht und den Aufsichtsräten von über 50 Unternehmen die Entlastung verweigert, weil sie bei den ESG-Kriterien Environmental, Social und Governance keine zufriedenstellenden Fortschritte erzielt haben. BMW-Chef Oliver Zipse macht den Klimaschutz nicht nur zu einem Kernziel des Autokonzerns, sondern verknüpfte dessen Erreichung mit den Vergütungen des Vorstands und des Top-Managements. Und die Bundesregierung plant noch möglichst in diesem Jahr die Verabschiedung eines Lieferkettengesetzes zum besseren Schutz von Menschen und Umwelt in der globalen Wirtschaft. Dabei sollen soziale Aspekte wie Kinderarbeit, Ausbeutung und Diskriminierung sowie ökologische Aspekte wie illegale Abholzung, Wasser- und Luftverschmutzung berücksichtigt werden. Trotz der Kritik einzelner Wirtschaftsverbände wird das Vorhaben durch viele namhafte Unternehmen unterstützt.

Digitalisierung ist wichtiger Hebel

Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus die CEO-Initiative „Green Deal“, die sich unter der Überschrift „Zusammenarbeit für ein widerstandsfähigeres, wohlhabenderes und nachhaltigeres Europa“ ausdrücklich zum „Next Generation“-Vorhaben der EU bekannt hat. Der Initiative gehören Unternehmen an, die gemeinsam für 1,7 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für mehr als 600 Milliarden Euro Umsatz verantwortlich sind. Darunter auch die Volkswagen AG. Im Kern will man das EU-Vorhaben in vier zentralen Themenbereichen unterstützen – nach Ansicht der CEOs ist die Digitalisierung dabei der wesentliche Hebel, um die gesteckten Ziele zu erreichen:

  • Dekarbonisierung und CO2-Bepreisung
  • Kohlenstoffarme und emissionsfreie Innovationen
  • Kreislaufwirtschaft
  • Nachhaltige Finanzen

Dies sind nur einige Beispiele dafür, dass auch inmitten der COVID-19-Krise sowohl die Einsicht als auch der Wille da ist, ein „Better Tomorrow“ durch einen Fokus auf Nachhaltigkeit anzustreben. Nachhaltigkeit ist und bleibt ganz oben auf der Agenda der CEOs.

Aus meiner Sicht ist das eine ausgezeichnete Entwicklung. Und wie die Green-Deal-Initiative bin auch ich fest davon überzeugt, dass ein wesentlicher Bestandteil des „Impfstoffs“ zur Lösung unserer ökologischen und sozialen Probleme in innovativen Technologien und der Digitalisierung liegt. Es reicht aber nicht aus, über die notwendigen Werkzeuge zu verfügen. Wir müssen auch den festen Willen haben sie einzusetzen. Es liegt deshalb in der unternehmerischen Verantwortung über den Tellerrand des kurzfristigen Erfolgs hinauszuschauen und sich mit dem eigentlichen Sinn und Zweck des eigenen Unternehmens auseinanderzusetzen. Wir haben dies bei MHP getan und wollen Verantwortung dafür übernehmen, eine bessere Zukunft zu gestalten. Unsere Aufgabe als Beratung ist dabei, unsere Kunden auf der Reise in diese Zukunft zu begleiten und so gemeinsam nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Dies entspricht unserem Purpose: „Enabling you to shape a better tomorrow“

Wie wir uns das konkret vorstellen, werden künftig die Artikel unserer Kolleginnen und Kollegen zu den Themen Sustainability und Digital Responsibility skizzieren. Ich freue mich darauf. Und ich bin sicher, dass von unserem neuen Blog zahlreiche Impulse für Sie ausgehen.

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Veröffentlicht am: 24.09.2020
Autor: Marcus Schüler

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Marcus Schüler
Associated Partner bei MHP

Ein “Better Tomorrow” geht nicht ohne...:
den Willen Verantwortung über das notwendige Maß hinaus zu übernehmen und die Erkenntnis, dass es keine einfachen Kausalketten gibt, sondern wir in Systemen leben und auch so denken müssen. Etwas weniger „ich“, dafür etwas mehr „wir“; etwas weniger „jetzt“, dafür etwas mehr „morgen“, etwas weniger Hedonismus, dafür etwas mehr Stoizismus und dann könnte das auch mit dem besseren Morgen funktionieren.

Mein Herz schlägt schneller für…:
Home Sweet Home

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