#OneMHPTeam

Vanessa ist Managerin im Bereich Data Science & AI. Seit fünf Jahren arbeitet sie bei MHP in München. Zuerst wohnte sie auch in der bayerischen Metropole, mittlerweile lebt sie wieder in ihrer Heimat – am Bodensee. Vanessa hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und promoviert berufsbegleitend an der LMU München. Ihr Bereich: Natural Language Processing. Daneben ist Vanessa ehrenamtliches Mitglied im Verein „Junger Wirtschaftsrat Baden-Württemberg“.

Data Science & Künstliche Intelligenz sind dein Hometurf – was begeistert dich daran?

„KI bedeutet für mich vor allem eines: enormes Potenzial – und ein Schatz, der noch nicht gehoben wurde. Es gibt so viele Daten, die nicht oder nicht effizient genutzt werden. Die computergestütze Analyse von unstrukturierten Daten, wie es Texte sind, macht aus wissenschaftlicher Sicht innerhalb der letzten Jahre – durch steigende Rechenleistung bei gleichzeitig sinkenden Kosten – exponentielle Fortschritte. Dadurch besteht enormes Potenzial an verbesserten oder neuen Anwendungen in der Wirtschaft.  

Man muss sich das mal vorstellen: Mehr als 80 Prozent der aktuellen Daten sind nicht strukturiert, Tendenz steigend. Es ist jedoch für Unternehmen essentiell, das Wissenspotenzial ihrer eigenen Daten zu nutzen, um nicht von Organisationen abgehängt zu werden, die das bereits tun.  

Ich liebe es einfach, zusammen mit meinen Kund*innen ihre Möglichkeiten auszuloten und deren volles Potenzial zu realisieren. Konkret bedeutet das: Das in Texten vorhandene Wissen automatisiert zu extrahieren, mit anderen Daten zu verknüpfen und interessante Zusammenhänge zu identifizieren – und durch den erschlossenen Kontext Kund*innen zu befähigen neue Kenntnisse zu erlangen und auf Basis dessen ein verbessertes oder innovatives Offering zu schaffen. “

Was ist dir im beruflichen Kontext besonders wichtig?

„Mein Arbeitsumfeld muss innovativ und open-minded sein. Genauso sollten alle Kolleg*innen motiviert sein, Dinge zu verändern. MHP gibt mir dafür den Freiraum. Hier kann ich meine Vision, meine Ideen und Projekte einbringen. Was mir auch gefällt: Wir sind als Organisation sehr offen für neue Wege. So kann ich meinen eigenen Unternehmergeist ausleben.“

Hast du für dich Vorbilder definiert, an denen du dich orientierst?

„Vorbilder sind für mich eine gute Inspirationsquelle, um mutig genug zu sein, neue Wege zu gehen. Ich verlasse mich gerne auf mein Bauchgefühl bzw. meine Leidenschaft. Dies gepaart mit Entdeckergeist ist die Grundlage für herausragende Ergebnisse. 

Für mich ist bspw. Ginni Rometty, die ehemalige CEO von IBM, ein solches Vorbild. Ihr Motto „Get comfortable, being uncomfortable“ hat mich sehr beeindruckt und nachhaltig geprägt meine Comfort Zone zu verlassen, um dadurch noch mehr – Größeres – erreichen zu können. 

Mein größtes Vorbild ist und bleibt jedoch mein Vater. Er hat nie aufgehört, für seine Ziele zu kämpfen. Er hat mutige Entscheidungen getroffen und einen beeindruckenden Werdegang vorzuweisen. Ich lerne immer wieder Neues von ihm, aber auch es auf meine Art und Weise zu tun.“

Wenn du eine Sache auf der Welt verändern könntest, welche wäre das?

„Allen Menschen die gleichen Chancen zu einer soliden Grundausbildung ermöglichen. Gute Bildung ist das notwendige Werkzeug, um den eigenen Horizont zu erweitern und in seinem Wirkungskreis etwas bewegen zu können. Deshalb setze ich mich unter anderem dafür ein, KMU’s das Thema künstliche Intelligenz näher zu bringen und sie auf ihrem Weg hin zu einem datengetriebenen Unternehmen zu begleiten.“

Spannend. Wie bist du denn dazu gekommen?

„Wir haben zum einen im „Jungen Wirtschaftsrat Baden-Württemberg“ ein Kompetenzcluster „Junges BaWü“ und zum anderen arbeiten wir auch mit der Hochschule Esslingen zusammen am Thema „Regionales KI Lab“. Unsere Mission ist es, KMU’s zu ermutigen und zu befähigen, künstliche Intelligenz zu verstehen und zielorientiert zu verproben bzw. einzuführen. KI ist unseres Erachtens kein Trend, den man aussitzen kann. Es ist vielmehr ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Aus diesem Grund helfen wir kleineren Unternehmen, die einen erschwerten Zugang zu KI-Know-how und Kapazitäten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.  

Wie? Indem wir sie dabei unterstützen entsprechende Anwendungsfälle zu identifizieren, diese zu bewerten und auch umzusetzen.“

Als Beraterin bist du viel unterwegs, du engagierst dich ehrenamtlich und promovierst parallel – wie sieht da Work-Life-Balance für dich aus?

„Mir ist es extrem wichtig, mich komplett mit dem was ich tue identifizieren zu können. Dann brauche ich keine „Balance” im Sinne von Ausgleich zum Arbeitsalltag. Das heißt nicht, dass meine Freunde und Hobbies, das Reisen und meine Vorliebe für Kulinarik nicht wichtig sind. Im Gegenteil: Ich bringe dafür genauso viel Leidenschaft auf wie für meinen Beruf und meine Forschung. Ich glaube, dass sich das gegenseitig bereichern kann.  

Ich liebe es zum Beispiel beim Segeln Projektarbeit zu reflektieren und finde dort meistens Lösungen für bislang noch offene Problemstellungen, sei es für Kundenprojekte, Forschungsfragen oder taktische Herangehensweisen. Für mich ist das wie Yin Yang – nur zusammen ergibt es ein rundes Bild.“

Abschließend dein Statement zu: Auf Erfolge sollte man …

„… stolz sein! Und die Voraussetzung dafür ist, dass man das macht, was man gerne und mit Leidenschaft tut. Nur so kann man auch zu 100 Prozent dahinter stehen und neue Wege gehen. Für mich ist Leidenschaft die Basis für Erfolg – egal in welchem Bereich.“