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Mitarbeitermobilität der Zukunft

Mit effektiven Maßnahmen zur Klimaneutralität

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Klimaschutz macht den Unterschied – auch bei der Wahl des Arbeitgebers.

Das zeigen zum Beispiel Untersuchungen der Königsteiner Gruppe: Über 60 Prozent der 2020 befragten Bewerber*innen und Mitarbeiter*innen bewerten die Haltung eines Arbeitgebers zum Klimaschutz als wichtig oder sehr wichtig. Unter den Bewerbern sind sogar über zwei Drittel der Meinung, dass nach ihrer Einschätzung das Umweltbewusstsein eines Unternehmens in Zukunft noch entscheidender für die Arbeitgeberwahl wird.

Besonders in der Mobilität von Mitarbeiter*innen liegen große Potenziale für Unternehmen den entscheidenden Wandel zu forcieren. Schließlich ist der Transportsektor laut der International Energy Agency nach wie vor für circa ein Viertel des weltweit emittierten CO2-Äquivalents verantwortlich. Wenn Unternehmen hier geeignete Maßnahmen definieren und implementieren, können sie einen effektiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Dabei verstehen wir bei MHP Nachhaltigkeit als Kombination der Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Effektive Maßnahmen für eine nachhaltige Mitarbeitermobilität sollten also einen Beitrag in allen drei Dimensionen leisten.

Die Gretchenfrage lautet: Wie identifizieren Unternehmen effektive Maßnahmen für ihre Mitarbeitermobilität – mit dem Anspruch ihre begrenzten Ressourcen optimal zu nutzen, möglichst viel CO2-Äquivalente einzusparen und gleichzeitig die Akzeptanz der Mitarbeiter für die Maßnahme zu berücksichtigen. Folgende konkrete Beispiele machen die Herausforderung deutlich.

Die Aufnahme von Plug-in-Hybriden in die Dienstwagenflotte kann aufgrund von potenziell geringeren Emissionswerten eine Entscheidung im Sinne des Klima- und Umweltschutzes sein.

Tatsächlich ist die effektive ökologische Wirksamkeit dieser Maßnahme oft sehr gering. Der Grund: Die Nutzer*innen laden die Fahrzeuge nur selten elektrisch auf, Ladekabel bleiben nicht selten originalverpackt. Gleichzeitig steigt allerdings die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen, weil sich durch die Nutzung eines Hybrid-Fahrzeugs für sie steuerliche Vorteile ergeben. Diese Maßnahme ist demnach einerseits ökologisch motiviert und zahlt auf die Akzeptanz der Mitarbeitenden ein, andererseits ist der Beitrag zur Emissionsreduktion der Maßnahme oftmals gering.

Dagegen kann die Abschaffung der Präsenzpflicht oder gar die Transformation des Unternehmens zur Remote-only-Arbeitsweise erheblich zur Reduktion des Mobilitätsbedarfs und damit von Emissionen beitragen. Eine derart fundamentale Veränderung ist aber häufig nicht mit der Unternehmenskultur vereinbar und wird von Arbeitgebern sowie Arbeitnehmer*innen abgelehnt. In diesem Beispiel werden mit der Maßnahme also ökologische Vorteile auf Kosten der Akzeptanz dieser Maßnahme im Unternehmen gehoben. Unternehmen können in vielen Fällen kaum bewerten, welche Maßnahmen ganzheitlich betrachtet am nachhaltigsten für das Unternehmen sind und welche tatsächlich umgesetzt werden sollen.

Die Beispiele zeigen eindeutig, dass die Dimensionen in einem Spannungsfeld zueinander stehen können. Deshalb haben wir bei MHP ein Modell entwickelt, welches den Nutzwert aller drei Nachhaltigkeits-Dimensionen berücksichtigt und in Form von Emissionsbeitrag, Wirtschaftlichkeit und sozialer Akzeptanz messbar macht.

Ziel des Modells ist es, dass Unternehmen Maßnahmen finden können, die alle Dimensionen gleichermaßen beherzigen und somit die goldenen Mitte für nachhaltige Mitarbeitermobilität abbilden.

Zu diesem Zweck werden potenzielle Maßnahmen erstens hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Emissionsreduktion analysiert und bewertet.

In den Blick genommen wird dabei neben der Höhe der Emissionseinsparungen auch die geplante Art der Einsparung: Vermeidung, Reduktion oder Kompensation von CO2-Äquivalenten. Zweitens erfolgt die Analyse der Wirtschaftlichkeit, bei der neben potenziellen Investitionskosten auch die Folgekosten eine entscheidende Rolle spielen. Und drittens wird der Effekt der Maßnahme auf die Akzeptanz der internen und externen Stakeholder berücksichtigt. Die Wirkung auf alle Dimensionen gemeinsam ergibt die nachhaltige Effektivität der Maßnahme für die Mitarbeitermobilität eines Unternehmens. Die individuellen Werte und Prioritäten der Unternehmen beeinflussen die finale Bewertung. Eine allgemeingültige Zusammenstellung der besten Maßnahmen gibt es nicht. Diese müssen spezifisch auf das Unternehmen zugeschnitten werden.

Das Zeitfenster, in dem mit geeigneten Schritten eine nachhaltige Zukunft gesichert werden kann, schließt sich. Zu diesem Schluss kommt auch der kürzlich veröffentlichte umfassende Bericht des Weltklimarats. Daher sind schnelles Handeln und effektiv nachhaltige Maßnahmen entscheidende Erfolgsfaktoren zur Eindämmung des Klimawandels. Einige Unternehmen sind hierbei schon Vorreiter und haben sich bereits selbst das konkrete Ziel gesetzt, klimaneutral zu werden. Der Weg dorthin ist jedoch oft noch unklar.

Lassen Sie uns deshalb gemeinsam die richtigen Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung der Mitarbeitermobilität Ihres Unternehmens – für ein Better Tomorrow – finden!

Sie wollen weitere spannende Eindrücke? Schauen Sie gerne auch unseren MHPDeepDive zum Thema “Mission: Grüne Unternehmensmobilität” an. Dort zeigen wir, wie man bedeutende Maßnahmen für den Klimaschutz im Bereich Mitarbeitermobilität identifiziert und bewertet. Bei der Bewertung kommt es auf verschiedene Parameter und deren Konstellation an – in unserem MHPDeepDive geben wir einen konkreten Einblick in den genauen Vorgang.

Autor*innen

Veröffentlicht am: 30.05.2022

    Sarah Ruhland

    Consultant | Customer Products & Services

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