Er hat es getan - er hängt! Simon und der MHPParkingSpotter... / Innovation Blog

Simon und der MHPParkingSpotter. Nun hängt er und detektiert freie Parkplätze - der MHPParkingSpotter.

Die Idee kam mir bereits letzten Herbst, als ich in Ludwigsburg am Samstag im Cafe Bonne in der Eberhardstraße saß. Während des Frühstücks und unzähliger Cappuccino fuhren permanent Autos in die kurze Stichstraße mit 8+1 Parkplätzen. Der "+1" ist ein Behindertenparkplatz ganz am Ende und so fahren die meisten Fahrzeuge wieder rückwärts raus. ... und wo einer rückwärts rauskommt, muss ja ein Parkplatz freigeworden sein...

So geht das Rangieren dann ohne Unterbrechung den ganzen Tag. Zwischendrin sind Fahrradfahrer, Kinder, Fußgänger und Marktbesucher - und ich im Cafe Bonne :)

 

Da müssen wir doch was gegen tun können - so kam ich am Montag ins Office. Das LivingLaB der Stadt Ludwigsburg gibt uns die Möglichkeit dazu. Also haben wir recherchiert und überlegt. Die üblichen Radarsensoren im Boden lagen nahe - aber die haben "nur" eine Genauigkeit von 96%. Und bei 100 Parkvorgängen pro Tag macht das 4 Fehler. Zu viel postulierte ich, da die meisten der Parkplätze beim Vorbeifahren einsehbar sind. Und wer traut schon einem System, dass belegt anzeigt, obwohl man mit eigenen Augen einen freien Parkplatz sieht?

Also Ziel: 99,990 % Fehlerquote lobte ich aus, also weniger als 4 Fehldetektionen pro Jahr und beauftragte unseren Informatikstudenten Simon mit der Entwicklung einer Lösung auf Basis optischer Objekterkennung (Ultraschall schied zu Gunsten der Hunde aus).

Ach... und < 100 EUR sollte ein solches System kosten, damit es großflächig in der Stadt ausgebracht werden kann.
Simon stöhnte und machte sich engagiert ans Konzipieren und Entwickeln, Abstimmung, Diskutieren und Verwerfen gefundener Lösungen.

Der erste Versuchsaufbau mit Originalkopfsteinpflaster maßstabsgetreu verkleinert und unseren Spielzeugautos lies hoffen:

Nach gefühlten 50 Prototypen und vielen Stunden des 3D-Drucks hängt er nun, Simons MHPParkingSpotter. Letzten Donnerstag hat er ihn gemeinsam mit den freundlichen Helfern der Stadtwerke Ludwigsburg aufgehängt.

Nun liefert das System die nächsten zwei Monate erstmal nur Detektionsergebnisse an die SmartCityCloud, ohne das Ergebnis den Autofahrern anzuzeigen. Wir wollen damit erstmal die Genauigkeit unter Realbedingungen verifizieren. Und das bei Sonne, Regen, Nacht und irgendwann auch mal noch Schnee.

In der Box werkelt ein raspberry pi mit einer Kamera und aufgesetzter Infrarotbeleuchtung (für die Nacht). Simon ist lieber vorsichtig und hat zur Sicherheit noch einen fernsteuerbaren Netzschalter eingebaut, damit man einen Hardreset auch ohne Leiter vornehmen kann. Auf einen grossen Akku zur Überbrückung des stromfreien Tages konnten wir verzichten, da die Kollegen der SWLB der Laterne einen Dauerstromanschluß spendiert haben, der auch für Weihnachtsbeleuchtung etc. genutzt wird.

Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen bringen.  Die Vorgabe < 100 EUR haben wir schon mal gerissen... Mal sehen, ob der raspi die Hitze der Sonne überlebt und die angestrebte Genauigkeit erreicht wird. Wir werden berichten...

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2 Kommentare

Hallo Simon. Glückwunsch zur gelungenen Umsetzung. Ich werde es mir am nächsten Dienstag anschauen ;).

Viele Grüße Alexander

Super Sache. Simon hat sich da super reingehängt. Wir sind stolz auf ihn

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Dr. Oliver Kelkar

Associated Partner
Market Intelligence & Innovation

Tel.: +49 151 20301159
eMail: oliver.kelkar(at)mhp.com

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