Delivery 4.0 - Die Story / Innovation Blog

Wir bestellen mittlerweile jeden Tag eine unglaubliche Anzahl an Dingen online.
In manchen Städten kommen die Paketzulieferer 2, manchmal sogar 3 Mal an einem Tag.

Häufig stehen sie aber vor der gleichen Herausforderung. Sie kommen ein erstes Mal und niemand ist vor Ort.
Sie kommen ein zweites Mal und wieder ist niemand vor Ort. Demzufolge erhält der Adressat einen gelben Paketschein oder ähnliches, um das Paket dann selbst an der nächsten Poststelle abzuholen. Jedoch steht dann der Kunde vor der Heraussforderung, dass die Post zu der Zeit offen hat, an der er Zeit hat. Oder, er reiht sich Samstags in die lange Schlange der Gleichgesinnten, die ebenfalls ihre Pakete abholen möchten.

Wie können hier Lösungen aussehen? Paketbote am eigenen Haus? Sehr teuer und häufig hat der Paketbote dann den Schlüssel vergessen.
Packstation? Auch sehr unkomfortabel und ich muss hier auch selbst aktiv werden...

Gibt es andere Ideen? Mein Fahrzeug wäre doch super. Das steht sowieso die meiste Zeit (90% am Tag) ungenutzt auf dem Parkplatz meiner Firma. Somit müsste der Postbote nur Zugang zu meinem Auto erhalten.

An dieser Stelle hat VW mit Hilfe von MHP eine Idee entwickelt und testet dieses Szenario aktuell in einem Pilotprojekt mit Audi, DHL und Amzaon in München. Beteiligte Tester können als Lieferadresse bei Amazon "ihr Auto" angeben. Der Postbote bekommt dies als Mitteilung auf sein Smartphone. Via GPS kann er über die App das Fahrzeug lokalisieren und an besagten Ort steuern. Vor Ort nutzt er dann seinen "Einmalschlüssel" um den Kofferaum des Autos zu öffnen. Sollte wieder erwarten eines der Fahrzeuge häufiger auf dem Parkplatz vorkommen, kann er zusätzlich durch einschalten der Warnblinkanlage das Auto ausfindig machen. Sobald das Paket im Auto liegt, erlischt der Einmalschlüssel.

Ich als Nutzer, kann den gesamten Vorgang auf meiner eigenen App als jeweilige Statusberichte nachverfolgen.

Bild: Delivery 4.0

Somit sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, für mich als Kunde wird der Service besser und die Paketzulieferer sparen sehr viel Zeit und Geld. Zum heutigen Zeitpunkt entstehen aus oben genannten Gründen, 50% der Kosten auf der letzten Meile.

Für den OEM ist es im Gegenzug eine Riesenchance, aus Daten einen Zusatznutzen über den eigentlichen Fahrzeugverkauf hinaus zu generieren. Aufbauend auf diesen "Car-Access-Based-Services" sind eine Unzahl weiterer Dienste möglich.
Beispielsweise Blumenlieferung direkt ins Auto, Reparatur- und Reinigungsservices aber auch ohne Probleme privates und kommerzielles Car-Sharing.

0 Kommentare

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

Ähnliche Artikel

mehr Einträge

Ansprechpartner

Dr. Oliver Kelkar

Associated Partner
Market Intelligence & Innovation

Tel.: +49 151 20301159
eMail: oliver.kelkar(at)mhp.com

RSS Feed

Hier können Sie das MHP Innovation Blog abonnieren.